Mobil surfen in Dänemark

Mobil surfen in Dänemark

Mancherorts gibt es nationale Eigenarten, die das Surfen mit dem Stick nicht unbedingt einfacher machen. Zu diesen Ländern gehört leider auch Dänemark. Denn wer dort keine CPR-Nummer (eine Art Sozialversicherungsnummer) hat, wird Schwierigkeiten haben, überhaupt im Internet Einkäufe zu tätigen. Zweitens kommt es öfter vor, dass in Dänemark ausländische Kreditkarten nicht akzeptiert werden. Für vertragsloses Surfen mit einem Prepaid Stick gelten in Dänemark also grundsätzlich zwei Faustregeln: für welchen Anbieter man sich auch entscheidet – man geht besser in eine Filiale, bringt Bargeld und weist sich aus (mit Personalausweis oder Pass). Und legt sich am besten gleich noch ausreichend Vorrat zu, so dass nicht online nachgeladen werden muss.
Dann ist auch das Surfen in Dänemark machbar. Derzeit, so muss man aber einschränkend sagen, scheinen vertragsähnliche Stick-Tarife mit sechsmonatiger Flatrate-Laufzeit in Dänemark absoluter Standard zu sein. Über echtes Prepaid im eigentlichen Sinne schweigen sich derzeit die Webseiten vieler Anbieter nämlich leider aus. Ob Angebote wie “eazy internet” von “Drei” Dänemark oder der Stick der dänischen Post derzeit in den Filialen erhältlich sind, ist deswegen eine Frage, die man ebenfalls besser vor Ort klärt.

Die Dänischen mobile Internet Prepaid Angebote

Trotzdem – es gibt sie, die klassischen Prepaid-Optionen. Für kürzere Dänemark-Trips geeignet ist zum Beispiel das “Tank Op Startpakke” (Wiederaufladbares Starterpaket) von TDC. Zum Huawei Stick für 399 Kronen (etwa 54 €) gibt’s eine Woche surfen gratis und inbegriffene monatliche 10 GB in hoher Geschwindigkeit, bevor es langsam weiter geht. Ist die Gratis-Woche vorbei, gibt es vier Stufen zum Nachtanken: 1 Tag (zu 29 Kronen, knapp 4 €), 3 Tage (69 Kronen, etwa 4 €), 1 Woche (129 Kronen, etwa 18 €) und 1 Monat für 299 Kronen (um die 40 €).
“Drei”-Tochter” Oister hat ihr “Tank self” (wiederaufladbares Prepaid, wie der Name schon ahnen lässt) dahingehend geändert, dass neuerdings das Guthaben nur noch online nachladbar ist. Die Startpakete gibt’s aber noch in den Läden. Der Vorteil an Oister: das Startpaket (“Startpakke”) gibt es mit Stick (499 Kronen, etwa 67 €) und dreißig Tagen Guthaben, aber auch nur als SIM Karte für einen 3G-Stick (99 Kronen, etwa 13 €), dies mit sieben Tagen Guthaben. Wer einen sim- bzw. netlockfreien Stick mit bringt, findet hier eine gute Wahl und im Moment wohl die kostengünstigste Lösung. Wer länger bleiben will und die Möglichkeit hat, online nachzuladen (z.B. mit der richtigen Kreditkarte oder einem dänischen Freund, der bezahlt) kann wieder auftanken (1 Tag für 29 Kr, etwa 4 €; 1 Woche für 79 Kronen, etwa zehn €; 1 Monat 199 Kronen, etwa 26 €.)

Der einfache Weg – Surfstick fürs Ausland in Deutschland kaufen

Wem das Risiko zu hoch ist, ob es in Dänemark mit dem Prepaid auch wirklich klappt, der kann von Deutschland aus im Vorfeld einen Stick oder eine Karte von prepaid global beziehen. Die SIM Karte beinhaltet rund 1 GB Datenvolumen und kostet 42,90 €. Jedes weitere aufgeladene GB kostet 27,90 €. Diese Option hat den Vorteil, dass sie 12 Monate gültig und auch noch in weiteren europäischen Ländern einsetzbar ist, nämlich in Italien, auf den britischen Inseln, Österreich und Schweden. Das ist für Dänemark-Reisende nicht unpraktisch. Denn Schweden ist ja nicht weit.

Für alle die länger oder häufiger in Dänemark mobil surfen wollen

Wer ein Ferienhaus im Nachbarland hat oder aus anderen Gründen dort öfter oder länger weilt, dem bleiben noch die dänischen Sechs-Monats-Optionen. Ein halbes Jahr Stick-Surfen gibt es etwa bei der Gesellschaft Telenor. Als in der Datenmenge kleinstes und damit relativ günstiges Angebot ist dort zum Beispiel ein Stick (4 mbit/s download) mit 6 Monaten und monatlichen 5 GB Datenverbrauch für 595 Kronen, etwa 80 €, erhältlich. Das sollte für kleinere Anwendungen reichen. Größere Datenpakete gibt es auch, die sind natürlich teurer. Praktisch: wie viel Geld nach Ablauf des Guthabens weiter ausgegeben werden soll, lässt sich bei Telenor im Vorfeld angeben. Die große Kostenfalle sollte sich so umgehen lassen. Und auch der größte dänische Mobilfunkanbieter TDC bietet sechs Monate mobiles Breitband (mobilt bredbånd) mit Stick, in fünf verschieden großen Paketen.

Bildquelle:© virtua73 - Fotolia.com
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  1. 15. Mai 2012 at 16:09Thomas S. - Antworten

    Hallo, ich war in letzer Zeit ziemlich viel unterwegs und habe mittlerweile 10 SIM-Karten gekauft. Weil pro Land, ist die Lokale SIM-Karte immer günstiger... Mittlerweile benutze ich Europasim (2 € am Tag, inkl. 50 MB) und die Karte funktioniert überall in Europa (auch im Osten). Und das war's auch für mich! Eine SIM-Karte, eine Einstellung und das Guthaben und die Karte verfällt nie, weil ich Sie mindestens 4-5 mal pro Jahr benutze und auflade. Als ich z.B. die Spanische SIM-Karte hatte, ist diese nach 6 Monate verfallen. Und dann wieder Laden suchen, eine kompetente Person finden, Karte kaufen, neu konfigurieren...

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  2. 2. Oktober 2012 at 19:21B.J. - Antworten

    Hey, habe heute versucht bei 3 was zu kaufen. Die sagen, es gibt kein Prepaid. Und ohne dänischen Führerschein oder Arbeitserlaubnis kann man keinen Vertrag abschließen.

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  3. 5. Oktober 2012 at 10:14Phoenigs - Antworten

    Hi, vielen Dank für die Info

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  4. 2. Juli 2013 at 02:29john m. - Antworten

    ich habe eine sim card mit 3gb traffic von telia danmark für 99dk+25dk für freischaltung für meine Notebook geholt und freute mich wie günstig es ist!. Leider habe ich mit telia auf mön&falster absolut schlechte Erfahrung gemacht. Surfen und E-Mail war prinzip tagsüber unmöglich, in der Nachtstunden ging es mal und mal auch nicht Facit:wer in DK zuverlässig surfen will sollte TDC, Telenor oder Oister nehmen.

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geschrieben am   3. Mai 2012
in   Surfsticks fürs Ausland
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Philipp Hönigs

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Ich schreibe seit 2 Jahren in meine Blog Surfstick-Erfahrungen über aktuelle Themen rund um das Thema Mobiles Internet. Angefangen mit Surfstick-Erfahrungsberichten hat sich der Blog mit Informationen rund um Themengebiete wie mobiles surfen im Ausland, Smartphone Angebote und DLS Informationen erweitert. Alle Interessierten können gerne auch mit mir auf Google+ Kontakt aufnehmen. Aktuell suchen wir auch noch einen weiteren Redakteur für surfstick-erfahrungen.de.